Rotes Mammut

Rotes Mammut

Band 9      Erstauflage 2007

Mein Mann wird in Osteuropa eingesetzt. Ich erinnere mich gut an lange Autokolonnen an den Grenzübergängen nach Ungarn. Viele Wiener wechseln im "kleinen Grenzverkehr" auf der anderen Seite des Eisernen Vorhangs zum Friseur und kaufen billige Lebensmittel. In Ungarn werden zu Ende der 70er Jahre zahlreiche Hotels von österreichischen Unternehmen mit attraktiver Exportfinanzierung errichtet. Auch in Russland verhandelt mein Gatte. Bei der Fahrt durch Ungarn legen wir vor einem verwahrlosten Schloss eine Pause ein. Im Park spielen Kinder. Das Waisenheim wird im Roman zu Schloss Vegetyi. Nun beherbergt das renovierte Palais ein mondänes Hotel.

UNO-Konferenzen und Weltbank-Projekte mit Geldern aus der österreichischen Entwicklungshilfe bieten berufliche Abwechslung. Die Weltbank co-finanziert eine Sanierung in Syrien. Deutschland und Österreich unterstützen dieses Umweltprojekt. Obwohl dieses arabische Land für die USA als „Schurkenstaat“ gilt sind die Menschen liebenswürdig. Sunniten, Schiiten, Juden, Christen und Drusen leben ohne Streit miteinander. Schleier oder Kopftücher tragen nur wenige junge Frauen.

Beim Massaker in Hama am 5. Februar 1982 hat Präsident Assad die meisten Aktivisten der Moslembruderschaft in Syrien ausgelöscht. Mein Mann war Augenzeuge. 25 Jahre später sind wir in ein blühendes Syrien zurückgekommen. In Hama hatte sich das zerbombte Viertel zum gepflegten Park verwandelt, doch an angrenzenden Häusern sah man noch immer die Einschusslöcher der Granaten. Heute ist die Wiege unserer Zivilisation eine Kampfzone.

Nach Damaskus kommen immer wieder Mitglieder der Kreisky-Regierung begleitet von Firmenrepräsentanten (mit hoher Präsenz von Managern der österreichischen Waffenschmieden. Bewusst habe ich reale Erlebnisse im Roman zeitlich verschoben. Reisen nach Frankreich, Spanien, Algerien und Mallorca nützen der Recherche.

Im Iran wird der Schah gestürzt. Das Geiseldrama in der US-Botschaft in Teheran dominiert die amerikanische Innenpolitik. Ein spannendes Thema mit überraschenden Schlussfolgerungen, auch wenn Fakten und schriftstellerische Erfindung vermischt sind.

Red Mammoth

Eastern Europe is the next appointment of my husband. Since the opening of the border many Viennese drive to Hungary for a haircut. In Budapest, many hotels are built by Austrian general contractors because of attractive export financing conditions. On a trip to Budapest we have a break in front of a neglected Castle with Children playing in the Park. In my novel, this orphanage becomes “Castle Vegetyi”. Meanwhile, the renovated Palace houses a hotel.

The World Bank financed the restoration of a factory in Syria. Germany and Austria support this environmental project and Klaus 1981is posted for negotiations to Damascus. Folks are gracious. Sunnis, Shiites, Jews, Christians, and Druze live together in the Syria of the 80s without hassle. Only a few young women wore veils or headscarves.

Fotos zum Buch

Erste Erwähnung der Bilder im Buch/first mentioning in the book:

  • Seite/page 41 Moskau, Jugendstil-Metrostation, underground-station
  • S 59 Prominenten-Hochzeit in Nigeria (1978), marriage with big shots
  • S 130 in Epitaurus, Amphitheater (1979), acoustic miracle
  • S 195 Algerien, Hotel Aurassi in Algier (1975), Hotel built by Russian
  • S 148 in Palmira in Syrien (2004), Monument destroyed by IS
  • S 138 Friville Schloss Escarboi, Frankreich (2006)
  • S 164 Madrid, Königspalast (2005), kings palace, Spain
  • S 200 Mein Mann in Algier (1975), my husband at negotiations
  • S 117 US Army Schulflugzeug "Texan"; advanced trainer (2014)
  • S 191 Ballsaal im Vegetyi Castelly, Ungarn (2003), ballroom
  • S 120 Festungsturm (1860) bei Linz, Österreich, ancient fort at Linz
  • S 300 Mont San Michel, Frankreich (2005)
  • S 397 Herzogsresidenz auf Mallorca, summer-residence of the Duke
  • S 101 mit der Hausdame von "Maggelan Manor", Texas (2002)
  • S 303 Castell de Kerquehennec, Bretagne

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At the massacre in Hama on February 6, 1982, thousands of members of the Muslim Brotherhood in Syria are killed. Unfortunately, my husband is a witness. 25 years later, Klaus and I come back to a flourishing Syria. The government had transformed the embattled district in Hama to the park.

Ministers of Kreisky's Government regularly visit Damascus, accompanied by company representatives, mainly managers of Austrian armory factories.

In the Iran, the Shah was overthrown. Research leads me to connections between the hostage crisis at the U.S. Embassy in Tehran and the US presidential election. A Thriller with surprising conclusions, in spite of facts and invention are mixed.

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